Flughelfer

Name der Einheit Flughelfergruppe Aschaffenburg
Gründungsjahr  1980
Ansprechpartner Günther Spatz
Standort Feuerwache Aschaffenburg Südbahnhof
Ausrückebereich Stadt und Landkreis Aschaffenburg, auf Anforderung auch Bundesweit
Aktive 5 Führungskräfte/ 11 Flughelfer

Flughelfer sind dafür verantwortlich, dass Personen- und Lastentransporte mit Hubschraubern sicher abgewickelt werden können. Sie kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn sich die Start- und Landeflächen oder Lastaufnahmestellen in unwegsamem Gelände abseits eines Flugplatzes befinden, zum Beispiel bei einem Waldbrandeinsatz der Feuerwehr.

Neben anderen Abteilungen, stellt auch die Feuerwehr Aschaffenburg, die Flughelfer zusammen mit der Höhenrettung, die dann zum Einsatz kommen.

Flughelfer stehen direkt auf dem Landeplatz oder auf den Kufen eines Hubschraubers und weisen Hubschrauberpiloten ein oder befestigen Außenlasten am Transporthaken. Die Kommunikation wird durch Funkkontakt mit den Piloten und der Flughelfer-Unterstützungsgruppe abgewickelt.

Um als Flughelfer bei der Freiwilligen Feuerwehr Aschaffenburg eingesetzt zu werden, ist besonders viel ehrenamtliches Engagement erforderlich. In Frage kommen nur Feuerwehrmänner die Höhentauglich sind. Die eigentliche Ausbildung zum Flughelfer, beginnt an der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg.

Selbstverständlich werden auch persönliche Eigenschaften wie absolute Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Verständlich, dass Höhenangst beim Mitfliegen auf den Kufen eines Hubschraubers hinderlich wäre. Darüber hinaus sind Fähigkeiten wichtig, welche auch im allgemeinen Feuerwehrdienst nützlich sind, wie Belastbarkeit, Teamfähigkeit und Flexibilität.

Flexibilität und Fachwissen sind gefordert wenn sich dann am Einsatzort die unterschiedlichsten Hubschraubertypen abwechseln. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf praxisnaher Aus- und Weiterbildung.

Drei laufende Fortbildungen auf Wache und einmal jährlich winchen in Bad Tölz sind vorgesehen.

Im Regelfall werden die Flughelfer auf 3 Positionen verteilt:

Fliegerische Einsatzleitung (FEL): arbeitet unmittelbar zusammen mit der Feuerwehr-Einsatzleitung
und untersteht dem Einsatzleiter. Seitens der FEL werden die Hubschrauber entsprechend disponiert. Das Einsatzspektrum umfasst das Einfliegen von Personal in den Einsatzraum, den Transport von Lasten sowie das Einfliegen von Löschwasser in den Einsatzraum.

Bereitstellungsraum/Landezone: Flughelfer in der Landezone haben die Aufgabe die Hubschrauber bei Start und Landung entsprechend einzuweisen. Des Weiteren werden von ihnen die Lasten für die Transportflüge zusammengestellt und die Löschwasserbehälter befüllt.

Einsatzraum: Flughelfer direkt im Einsatzraum sind erforderlich, um die Piloten für punktgenaue Abwürfe per Funk einweisen zu können. Weiter wird von ihnen das Material übernommen, welches in den Einsatzraum geflogen wird. Material, welches von den Feuerwehrleuten vor Ort zusätzlich benötigt wird, wird über die Flughelfer angefordert.

 

Ausrüstung der Flughelfer:

Es stehen 10 Taschen mit persönliche Ausrüstung bereit die aus den Einsatzoveralls, einer Funkhelm Garnitur sowie dazugehörigem Sprechfunk, Flughelferweste, aus einem Brust-Sitzgeschirr mit Selbstsicherungsschlinge und Rettungsschlinge und griffigen Handschuhen.

Noch in Anschaffung die Semat 900 mit Fluggeschirr und Transportboxen.

Text: Günther Spatz