Einsätze 2026

Kellerbrand im Mitscherlichweg

Mehrere Stunden bis in den frühen Morgen beschäftigte ein Kellerbrand in Aschaffenburg-Schweinheim Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Fünf Menschen mussten mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert und zahlreiche Hausbewohner in Notunterkünften untergebracht werden.

Gegen 15 Uhr war es in einem Gebäudekomplex im Mitscherlichweg zu dem Brand im Kellerbereich gekommen. Aufwendig gestalteten sich die Löscharbeiten aufgrund der baulichen Beschaffenheit des Wohnkomplexes: Mehrere Trupps mussten unter Atemschutz in den Keller vordringen und dort den Brand bekämpfen. Betroffen waren mehrere Kellerabteile. Es kam zu einer massiven Rauchentwicklung, die sich über Kabelkanäle und Öffnungen auf weitere Gebäude ausdehnte. Durch den Brand fiel auch die Stromversorgung des gesamten Komplexes aus.

Insgesamt mussten zehn Menschen mittels Drehleitern und tragbaren Leitern gerettet werden. Darunter waren auch drei Kleinkinder.

Alle Betroffenen wurden vom Rettungsdienst und einem Notarzt gesichtet. Drei von ihnen mussten mit Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert werden. Auch zwei Feuerwehrleute zogen sich leichte Verletzungen zu. Sie wurden ebenfalls in Kliniken gebracht.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden des Mittwochs hin. Unter anderem wurde auch Löschschaum eingesetzt, brachte jedoch nicht den finalen Erfolg. Erst gegen Mitternacht konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Um letzte Glutnester ablöschen zu können und ein weiteres Wiederaufflammen zu verhindern wurde der Kellerbereich teilweise ausgeräumt. Dabei fanden sich in den Kellerabteilen unter anderem Benzinkanister, Elektroartikel und Möbel, wodurch sich die besonderen Schwierigkeiten bei der Brandbekämpfung erklärt.

Mittels eines Großraumlüfters wurde das Gebäude anschließend rauchfrei geblasen

Etliche Bewohner konnten nicht mehr in ihre Wohnräume zurückkehren und mussten vorübergehend in verschiedenen Unterkünften untergebracht werden.

In der Hefner-Alteneck-Schule hatte der Malteser Hilfsdienst für die Betroffenen, die geräumt werden mussten, eine Betreuungsmöglichkeit eingerichtet und versorgte diese. Rund 36 Menschen nutzten das Angebot. In den Nachtstunden wurde hier auch die Sammelstelle für die Bewohner eingerichtet, welche extern untergebracht werden mussten.

Von Seiten der Feuerwehr waren weit über 200 Feuerwehrfrauen und -männer im Einsatz. Die Aschaffenburger Kräfte wurden durch mehrere Landkreisfeuerwehren unterstützt. Auch von Seiten des Rettungsdienstes waren mehr als 50 Helfer von Rotem Kreuz, Johanniter, IMS und Malteser Hilfsdienst mit mehreren Schnelleinsatzgruppen, mehreren Notärzten und Rettungswagen eingesetzt. Die Einsatzkräfte wurden in den Nachtstunden durch eine Verpflegungseinheit des Technischen Hilfswerkes versorgt.

Vorsorglich wurden rund um den Brandort Messungen vorgenommen, es wurden jedoch keine kritischen Konzentrationen an Schadstoffen festgestellt werden.

Vorbildlich handelten Anwohner, direkt gegenüber der Einsatzstelle – sie stellten den Einsatzkräften ihre sanitären Einrichtungen während des gesamten Einsatzes zur Verfügung.

Bezüglich der Brandursache hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Zur Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor, sie dürfte sich jedoch mindestens im hohen fünfstelligen Bereich bewegen.

Während des Einsatzes waren die Spessartstraße und die Bavariastraße komplett gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.