Flughelfereinsatz in Sachsen

Seit einigen Tagen fordert der Löscheinsatz im deutsch-tschechischen Grenzgebiet die Einsatzkräfte. Am Freitagabend rückten vier Flughelfer der Aschaffenburger Feuerwehr zur Unterstützung der Löschmaßnahmen aus der Luft nach Sachsen aus.

Am Vormittag sei die Anfrage bezüglich des Unterstützungseinsatzes gestellt worden, so Stadtbrandmeister Philipp Weigel. Die Spezialisten der Aschaffenburger Feuerwehr lösen mit weiteren Flughelfergruppen bereits eingesetzte Flughelfer aus Bayreuth und Bischofsheim in der Röhn ab.

Nach kurzer Vorbereitung startete die Mannschaft um den Leiter der Aschaffenburger Flughelfergruppe, Florian Spatz, nach Bad Reinhardsdorf-Schöna in Sachsen, wo sie ab Samstagvormittag eingesetzt werden.

Zwei Flughelfer unterstützen die Einsatzleitung als Fachberater, zwei weitere kommen direkt beim Wassertransport mittels Hubschrauber und Außenlastbehälter zum Einsatz.

 

 

Info: Flughelfer der Feuerwehr

 

Die Flughelfergruppe der Aschaffenburger Feuerwehr wurde 1980 gegründet und besteht derzeit aus 20 speziell geschulten Einsatzkräften. Alle Mitglieder haben mindestens den Grundlehrlang „Flughelfer- Technik“ an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg absolviert. Zusätzlich absolvieren die Flughelfer ein jährliches Training an der Winde und eine jährliche Sicherheitsunterweisung. In jeder Flughelfergruppe (17 Standorte in Bayern) gibt es Einsatzkräfte, die über die Qualifikation „Flughelfer- Führung“ verfügen. Somit ist jede Flughelfergruppe in der Lage mit eigenen Mitteln das gesamt oben beschriebene Einsatzspektrum abzudecken. Durch eine einheitliche Ausbildung und Ausstattung sind die Flughelfergruppen in der Lage sich gegenseitig zu unterstützen oder abzulösen.

Als Flughelfer kommen nur Feuerwehrleute in Frage die höhentauglich und schwindelfrei sind.

Flughelfer sind dafür verantwortlich, dass Personen- und Lastentransporte mit Hubschraubern sicher abgewickelt werden können. Sie kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn sich die Start- und Landeflächen oder Lastaufnahmestellen in unwegsamem Gelände abseits eines Flugplatzes befinden.

Sie stehen direkt auf dem Landeplatz und weisen Hubschrauberpiloten ein oder befestigen Außenlasten am Transporthaken. Die Kommunikation wird durch Funkkontakt mit den Piloten und der Flughelfer-Unterstützungsgruppe abgewickelt.

In der fliegerischen Einsatzleitung arbeiten die Flughelfer unmittelbar mit der Feuerwehr-Einsatzleitung zusammen. Sie koordinieren unter anderem das Einfliegen von Personal in den Einsatzraum, den Transport von Lasten sowie den Löschwassertransport.

Im Bereitstellungsraum und der Landezone haben sie Aufgabe die Hubschrauber bei Start und Landung entsprechend einzuweisen. Des Weiteren werden von ihnen die Lasten für die Transportflüge zusammengestellt und die Löschwasserbehälter befüllt.

An der Brandstelle selbst weisen Flughelfer die Piloten für den punktgenauen Abwurf per Funk ein.